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Resilienz: genetisch und epigenetisch bedingt

Die meisten SNIPs haben sowohl Vor- als auch Nachteile. Bei Menschen mit langsamer COMT (Catechol-O-Methyltransferase) findet ein langsamer Abbau der Katecholamine (Stresshormone) statt. Sie sind motiviert und fokussiert und damit meist erfolgreich in dem, was sie tun. Von Nachteil ist, dass sie schwer zur Ruhe kommen und Stressoren lange nachwirken. Entspannungstechniken verschiedenster Art und ruhiger Ausgleichssport wirken auf sie beruhigend.

Recht neu ist der Zweig der Nutrigenomik mit der Idee von Nahrung als ausgleichender Medizin. Über Mikronährstoffe lässt sich die Resilienz trotz ungünstiger SNIPs positiv beeinflussen. Darüber hinaus können alle Lebensstilfaktoren günstig auf die unerwünschten Seiten der SNIPs einwirken. Auch ungute frühe Lebenserfahrungen lassen sich durch neue, als positiv erlebte Erfahrungen mit etwas Übung verändern.

Unsere Gene sind nicht unser Schicksal

Welcher Faktor macht den Unterschied aus, dass ein Mensch krank wird und sein Zwilling nicht?

Vor fast 15 Jahren wurden die beiden Agouti-Mäuse von Wissenschaftlern vorgestellt: beide hatten das gleiche genetische Potenzial für Übergewicht und schwere Erkrankungen. Während bei einer der beiden die potenziell angelegten Krankheiten zum Ausbruch kamen, blieb die Andere rank und schlank und vor allem gesund. Was den Unterschied ausmachte, war die Ernährung, die Einfluss hatte auf Methylierungsprozesse im Körper, einen Schlüsselfaktor, der im Säugetier an vielen Stellen eine entscheidende Bedeutung hat.

Erkannt wurde seitdem, dass nicht nur die Gene, sondern der Lebensstil insgesamt, im Fall der Mäuse Ernährung und Bewegung, aber beim Menschen auch Denken und Fühlen, 
die Genexpression beeinflussen, also Krankheiten „an- oder abschalten“.
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Die Intelligenz unserer Zellen

Das Leben einer Zelle wird durch ihre energetische und physische Umgebung bestimmt. Mit seinen Forschungen legte der Zellbiologe Bruce Lipton bereits 1985 den Grundstein für die Erkenntnisse, die sich seitdem in den Neurowissenschaften, vor allem in der Epigenetik, entwickelt haben.

Lange glaubte man an das sog. genetische Schicksal, wonach individuelle Anlagen, die Persönlichkeit und Krankheiten vererbt werden. Danach gäbe es also nur die Chance, Krankheiten mit medizinischen Mitteln aufzuhalten oder zu heilen, die Krankheit selbst wäre unausweichlich, der Mensch ein Opfer der Vererbung.

Bruce Lipton erkannte in seinen Forschungen mit Zellkulturen, dass Störungen in Zellen nicht in der Zelle selbst ihre Ursache haben, sondern in ihrer Umgebung. So beeinflussen die Lebenserfahrungen von Eltern bei Kindern deren Genregulation. Tatsächlich sind Gene nicht mehr als eine Art Entwurf für die weitere Entwicklung jeder einzelnen Zelle und damit des gesamten Lebewesens. An- oder abgeschaltet werden Gene durch Verhaltensweisen, Gedanken und Glaubenssätze, die so vertraut sind, dass sie ins Unterbewusstsein sinken und automatisch abgespult werden. 
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Wie Gedanken und Gefühle auf unsere Gene wirken

Bis heute glauben viele Menschen, dass ihre Gesundheit durch ihre Gene bestimmt ist, ein genetisches Schicksal daher unausweichlich ist. Auch die Zahl der Gene selbst wurde bis zum Abschluss des Human-Genomprojekts vor 10 Jahren auf Grund der Komplexität des menschlichen Körpers weit überschätzt: tatsächlich sind es nur knapp 24000 Gene statt über 100000, übrigens weniger als bei einem Reiskorn. Wenn aber in den Genen nicht alle Informationen vorhanden sind, um einen Menschen zu schaffen und zu steuern, wer führt dann die Regie? Welche Einflüsse sorgen dafür, dass Gene aktiviert werden oder stillgelegt bleiben?  Da diese Fragen über Gesundheit und Krankheit entscheiden, wird hier besonders intensiv geforscht und die Erkenntnisse sind folgenschwer:
Unsere Gene werden von unserer inneren und äußeren Umwelt beeinflusst:

  • Von unseren Erfahrungen und der emotionalen Bewertung dieser Erfahrung,
  • Unsere Überzeugungen, die wir daraus ableiten,
  • unsere aktuellen Gedanken und Gefühle.

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