Gaby Marx

Positive Lebenseinstellung

Umprogrammieren ist eine Frage des Gehirntrainings. Das Gehirn ist dank des Prinzips der Neuroplastizität in der Lage, sich in die bevorzugte und besonders häufig genutzte Richtung zu entwickeln. 

Neuroplastizität ist ein Lernprozess mit wichtigen Voraussetzungen: Begeisterung für das, was wir tun, Sinnhaftigkeit unseres Tuns in Übereinstimmung mit unseren Vorstellungen und Ausdauer, also die Bereitschaft, am Thema dran zu bleiben.

Nicht unerwähnt bleiben sollen förderliche Kontakte als wichtiger Faktor. Soziale Kontakte sind wichtig für unser soziales Gehirn, sie sollten aber konstruktiv und uns unterstützend sein.

Das bewusste Universum

Wie entsteht das Denken? Wir wissen aus der Gehirnforschung, wo es stattfindet, welche Emotionen sich wo wiederfinden, aber niemandem ist es gelungen, dem Denken zuzusehen.

Weshalb nehmen wir Musik von Mozart mit besonderer Intensität wahr, wenn in unserem Gehirn lediglich Schallwellen im auditiven Cortex sichtbar gemacht werden können? Und wieso kann diese Musik kulturübergreifend eine so starke Wirkung erzielen, auch auf Menschen, denen sie von ihrer Herkunft her eigentlich sehr fremd sein müsste?

Hinter der Frage, wie das Denken entsteht, steht als entscheidende Frage: wie entsteht Bewusstsein? Tatsächlich im Gehirn wie die Gehirnforscher behaupten, aber bisher nicht beweisen konnten? Die Gehirnforschung hat das Gehirn bis ins Kleinste vermessen und analysiert und zwar festgestellt, dass die Verarbeitung über kleinste elektronische Impulse im Mikrovoltbereich erfolgt, die im Gehirn zur Ausschüttung von Botenstoffen führen, die ihrerseits auf diese Weise Informationen weitergeben. Welcher Art die Information, der Gedanke, aber ist, bleibt trotz intensivster Forschungen ein Geheimnis.

Wie Energie bis auf Zellebene wirkt

Das menschliche Gehirn ist stark darin, auf Basis von Erfahrungen die Zukunft vorwegzunehmen und zu erahnen. Dabei fokussiert sich das limbische System auf Negatives. Um in der Evolutionsgeschichte überhaupt die Moderne zu erreichen, war diese Fokussierung überlebensnotwendig. Ein glückliches Gehirn voller Vertrauen hätte wohl kaum bis heute überlebt.

Ein Grundprinzip des Gehirns ist die Stärkung und der Ausbau bestehender und häufig genutzter neuronaler Verbindungen. Daraus entsteht die individuelle Realität. Impulse der Umwelt und der Innenwelt werden auf Basis der im Gehirn vorhandenen biologischen Voraussetzungen gefiltert und bewertet. Diese wiederum stammen zu einem Teil vom Muttergehirn bzw. werden in den ersten Lebensjahren über die Bezugspersonen entwickelt. Das Ergebnis ist ein eher negativ oder eher positiv orientiertes Gehirn.