Körper und Gesundheit

Gesundheit hängt nur zu ca. 30% von der Vererbung ab. Zu 70% ist ein gesundes Leben abhängig von Lebensstilfaktoren:

  • Schlaf,
  • Bewegung,
  • Darmgesunde Ernährung mit allen Mikronährstoffen,
  • Fasten,
  • Balance des Immunsystems,
  • positive Grundeinstellung,
  • soziale Kontakte,
  • Entspannung: Achtsamkeit und Meditation

Positive Lebenseinstellung

Die Schulmedizin therapiert Krankheiten, was in Akutsituationen Leben rettet. Die Förderung von Gesundheit ist nicht das Ziel und wird von Krankenkassen auch kaum unterstützt.

Je mehr man sich jedoch mit Krankheiten beschäftigt, umso mehr wird das Gehirn darauf programmiert. Das ist längst bewiesen: Hält der Lehrer einen Schüler für dumm und unbegabt, wird er sich schlechter entwickeln als ein Schüler, den er für besonders intelligent hält.

Die Grundeinstellung bestimmt auch die Wahrnehmung. Das Gehirn filtert die Wahrnehmungen nach unseren Prioritäten. Die Grundeinstellung bestimmt, worauf sich die Aufmerksamkeit richtet. Dorthin fließt dann auch die Energie. Da die zur Verfügung stehende Energie begrenzt ist, wird ausgeblendet, was nicht der Grundeinstellung entspricht.

Dazu gehören die Grundüberzeugungen, die jeder Mensch über Krankheit und Altern hat:

Ich werde ein Leben in guter Gesundheit haben/ Wenn man älter wird, wird man automatisch krank und schwach.
Wenn ich älter bin, werde ich das tun können, was mir wichtig ist. Ich werde aktiv sein, in Bewegung bleiben und ein autarkes Leben führen./ Ich werde immer schwächer werden und auf die Hilfe anderer Menschen angewiesen sein.

Schlaf: der unterschätzte Anti-Aging-Faktor

In den westlichen Industrienationen gelten Menschen als besonders leistungsfähig, die mit möglichst wenig Schlaf auskommen. Tatsächlich ist Schlaf wichtig für Kreativität und Leistungsfähigkeit. Nachts findet die Gedächtniskonsolidierung statt, Informationen und Erfahrungen des Tages werden verarbeitet und, so diese vom Gehirn als relevant betrachtet werden, ins Langzeitgedächtnis überführt.

Vor allem nachts während der Tiefschlafphasen finden zahlreiche Reparaturprogramme und die Abfallentsorgung im Gehirn statt. Da das Gehirn kein Lymphsystem besitzt, benötigt es die nächtliche „Ruhezeit“ für die Entsorgung der Abfallprodukte.

Dass Schlaf auch noch schlank macht, dürfte kaum bekannt sein, ebenso wenig, dass Schlafstörungen als vermutlicher Auslöser von Demenzerkrankungen gelten.

Ernährung und Fasten: Basis für Lebensqualität

“Eine Krankheit hat viele Väter. Die Mutter ist immer eine falsche Ernährung”. (chinesisches Sprichwort)

Der menschliche Stoffwechsel basiert auf steinzeitlichen genetischen Voraussetzungen unserer eigenen Gene und der noch älteren in uns lebenden Mikroorganismen. Die uralten Gene dieser Mikroben sind ebenso wie unsere eigenen nicht auf die moderne Ernährung eingestellt, auch nicht auf eine erst 10000 Jahre alte getreidehaltige Nahrung.

Zur Nahrung gehörten damals vermutlich vor allem Pflanzen aller Art, Pilze, kleine Tierchen, Fische und, bei großem Jagderfolg, auch mal ein Stück Wildbret. Als Konsequenz ergibt sich für eine gesunde Ernährung eine proteinreiche und möglichst vollkorn- und getreidefreie Ernährung wie in der Steinzeit. Dazu gehört ein hoher Gemüseanteil mit wenig saisonalem Obst

Das nächtliche Fasten ebenso wie längere Fastenperioden sind evolutionsgeschichtlich und genetisch in uns verankert. Erst mit dem Getreideanbau und dem Beginn der Sesshaftwerdung steht Nahrung jederzeit zur Verfügung. Fasten ist deswegen so sinnvoll, weil es dem Körper die notwendige Zeit und Ruhe gibt sich zu regenerieren.

Mit zunehmendem Alter ist aber auch die damit verbundene Verlangsamung des Zellwachstums wichtig, denn wenn die Grenze für die Zellteilung erreicht ist, stirbt die Zelle ab und bleibt als seneszente Zelle zurück. Somit bewirkt Fasten als wirkungsvolles Anti-Aging-Instrument eine qualitative Verlängerung des Lebens.

Mikronährstoffe und Hormone

Enzyme steuern fast alle Stoffwechsel-Prozesse im Körper, ohne sie ist menschliches Leben nicht möglich. Enzyme werden für die Verdauung ebenso benötigt wie für ein starkes Immunsystem und für Entgiftungsprozesse.

Damit die enzymatischen Prozesse funktionieren können, benötigen sie Baustoffe und Cofaktoren, ohne die der Prozess nicht ablaufen kann. Da fast alle Enzyme Proteine sind, benötigen sie die Eiweißbausteine, die Aminosäuren, in ausreichendem Maße. Hinzu kommen die Cofaktoren wie Mineralstoffe, Vitamine und Vitaminoide und pflanzliche Stoffe wie Polyphenole. Man spricht von rund 50 Stoffen, die für ein Funktionieren des Körpers benötigt werden.

Aber auch das Gehirn hat einen hohen Bedarf: Die im Gehirn entstehenden Neurotransmitter Dopamin, Serotonin und Melatonin sind entscheidend für unsere Emotionen, unser Denken und unser Wohlbefinden. Sie benötigen neben Aminosäuren als Substrat ebenfalls bestimmte Cofaktoren an Vitaminen und Mineralstoffen, damit sie produziert werden können.

Balance des Immunsystems

Das Immunsystem besteht aus mehreren Schutzsystemen, einem angeborenen TH 1, das schnell und unspezifisch reagiert, und einem erworbenen TH 2, das Kenntnisse über gefährliche Stoffe, Viren und Bakterien erwirbt und darauf spezifisch reagiert. Nur wenn eine Balance zwischen beiden Systemen besteht, kann das gesamte System angemessen und effizient reagieren.

Bei Allergien und chronischen Entzündungsprozessen besteht jedoch ein Ungleichgewicht in Richtung TH 2. Generell scheint mit zunehmender Alterung eine Verlagerung zu TH2 „normal“ zu sein. Ursachen sind neben Lebensstilfaktoren wie Ernährung und Mikronährstoffmangel vor allem Umweltgifte, aber auch Stress.

Stress führt zur Reaktion des Immunsystems, indem es eine Entzündung im Körper verursacht. Dabei spielt es keine Rolle, ob der auslösende Faktor psychischer Stress oder Angst ist, eine Verletzung oder ein Virus.

Gesundheit und Mikrobiom

“Ein gesunder Darm ist die Wurzel aller Gesundheit.” (Hippokrates)

In der Schulmedizin bekommt der Darm erst dann Aufmerksamkeit, wenn die Symptome sich zu einer Krankheit ausgewachsen haben. In der ganzheitlichen Medizin hingegen ist bekannt: Gesundheit entsteht im Darm, Krankheit leider auch. Reparaturversuche am betroffenen Organ zeigen meist nur kurzfristige Wirkung, durch Medikamente entstehen zudem Probleme an anderer Stelle wie z.B. Mikronährstoffmängel.

Weshalb der Darm, das sog. Mikrobiom, eine solch herausragende Bedeutung hat, wird schnell klar, wenn man sich die Evolutionsgeschichte ansieht. Im Wesentlichen bestehen wir nämlich aus Bakterienkolonien. 90% unserer Zellen sind Mikroben, geschätzt 100 Milliarden insgesamt. 23000 menschliche Gene stehen 1 Million bakterieller Gene gegenüber.

Entgiftung

Die Ausscheidung von Schadstoffen und Giften ist ein schwieriges Thema, das der Laie nur bedingt selbst vornehmen kann. Die Ausscheidung selbst ist meist nicht das Problem, allerdings sind Organismen heute aufgrund der Vielfalt und Mengen der Umweltgifte kaum noch in der Lage die Stufe vor der Ausscheidung, die Entgiftung, durchzuführen.

Wasserlösliche Schadstoffe sind mittels Vitaminen und Mineralstoffen recht leicht über die Ausscheidungsorgane Nieren, Haut und Lungen auszuscheiden, z.B. ganz einfach über Zitronensaft oder Apfelessig.

Giftstoffe hingegen, die fettlöslich sind wie Schwermetalle, stellen ein Problem dar, weil sie vor der Ausscheidung entgiftet werden müssen. Sie sind im Körper fest gespeichert, weil sie damit am wenigsten Schaden anrichten. Der Prozess der ungenügenden Entgiftung von fettlöslichen Substanzen führt häufig dazu, dass diese nach dem Herauslösen aus den Zellen im Körper zirkulieren und damit Symptome verursachen bevor sie sich wieder einlagern. Die Entgiftungsmaßnahmen müssen daher sehr vorsichtig vorgenommen werden und am Besten schrittweise mit ärztlicher Unterstützung vorgenommen werden.   

Eine Unterstützung der Leber mit schwefelhaltigen Aminosäuren ist hilfreich, aber auch Vitamine und Mineralstoffe wie Zink, Mangan, Molybdän, B 6 kommen zum Einsatz.

In Bewegung bleiben

„Gehen ist die beste Medizin“ (Hippokrates)

Bewegung und Blutfluss stehen miteinander in enger Verbindung: je fitter der Mensch ist, umso höher ist die Sauerstoffversorgung der Gefäße. Bewegung führt auch zum Erhalt der Muskelmasse, wohingegen Bewegungsmangel zum Abbau führt.

Nimmt die Fitness durch aerobe Bewegung zu, werden die Blutgefäße im Hippocampus, dem Zentrum für Lernprozesse, stärker. Wenn nun zusätzlich neue Lerninhalte erarbeitet werden, die für das Gehirn eine Herausforderung darstellen, werden bestehende neuronale Verbindungen gestärkt und umgebaut, neue aufgebaut und die neuen Stammzellen integriert, die ohne diese Integration nur kurze Zeit lebensfähig sind.

Wer rastet, der rostet. Das gilt also in besonderem Maße für das Gehirn: Wenn synaptische Verbindungen nicht mehr genutzt werden, werden sie zugunsten anderer, stärker genutzter, abgebaut. Das Gehirn entwickelt sich nutzerorientiert in die Richtung, in der es verwendet wird. Damit kann Energie eingespart werden und da eingesetzt werden, wo sie benötigt wird. Bewegungsmangel ist auch mit Persönlichkeitsveränderungen verbunden. Geringere physische Aktivitäten führen lt. Studien zu einem Rückgang an Offenheit, Extraversion und Verträglichkeit.