Gaby Marx

Mikronährstoffe und Hormone

Der Qualität der Aminosäuren als Bausteine für die Proteine kommt dabei eine besonders wichtige Rolle zu. Hochwertige Proteine pflanzlicher Natur sind zwar von Vorteil, weil sie keine großen Mengen an Abfallstoffen hinterlassen wie dies tierische Proteine tun.

Leider enthalten pflanzliche Proteine nicht die vollständigen Aminosäuren und nicht in der Menge wie dies bei tierischem Eiweiß der Fall ist. Mit zunehmendem Alter steigt zusätzlich der Bedarf, weil die Aminosäuren, die das Eiweiß liefert und aus denen die Neurotransmitter hergestellt werden, schneller und stärker verbraucht werden.

Alterung als Mangelzustand

Kann der Alterungsprozess durch Antioxidantien, Vitamine oder durch Telomerase aufgehalten werden? Sowohl freie Radikale als auch die Verkürzung der Telomere ebenso wie die Unterversorgung der Mitochondrien (Zellkraftwerke) sind mit dem Altern verbunden.

Neuere Studien zeigen aber, dass eine einfache Substitution des Mangels nicht immer angebracht ist. Denn: was für eine gesunde Zelle gut ist, ist auch wachstumsfördernd für eine entartete (Krebs-) Zelle.

Für unzählige Vitamine und Mineralstoffe erläutert er die komplexe Wirkung auf die Stoffwechselvorgänge im Körper, was durch die Komplexität deren Substitution nicht einfach macht.

Proteine – Bausteine des Lebens

Ohne Proteine (griech. Das Erste, das Wichtigste) sind Menschen nicht lebensfähig. Egal ob es um den Zellaufbau, die Entgiftung oder ein funktionierendes Immunsystem geht – für alle Funktionen werden die Eiweiße benötigt. Aufgebaut werden sie aus 21 Aminosäuren, bei ihrem korrekten Abbau entstehen weitere für den gesamten Stoffwechsel wichtige Bausteine.

Einige Aminosäuren kann der Körper über die zugeführten Nährstoffe selbst herstellen, einige sind essenziell, d.h. sie müssen mit der Nahrung in ausreichender Menge zugeführt werden. Die sog. semi-essenziellen Aminosäuren sollte der Körper eigentlich selbst herstellen können. Fehlen aber die Ausgangsstoffe, werden sie ebenfalls essenziell.

Die Kraft der Mitochondrien erhalten

In akuten Notfällen erweist sich die Schulmedizin vielfach als lebensrettend.

Viele Diagnosen chronischer Krankheiten jedoch, die aus einem Mangel entstanden, werden unter Einsatz von Medikamenten therapiert.

Sie verschärfen entweder den bestehenden Mangel oder verdrängen damit andere lebensnotwendige Bausteine aus dem Körper. Dies führt letztlich zu multiplen Erkrankungen, für die immer mehr Medikamente eingesetzt werden müssen, um das Krankheitsgeschehen unter Kontrolle zu halten.

Darunter leiden auch die Mitochondrien, die Zellkraftwerke, die über die Energiegewinnung hinaus noch viele weitere Aufgaben haben.

In seiner komprimierten Fassung ist dieses Buch der Klassiker der Mitochondrienmedizin, der übersichtlich erläutert, welche Vitamine, Mineralstoffe, Aminosäuren und Pflanzenstoffe der Körper benötigt und welche Folgen es hat, wenn diese fehlen.

Für den Einstieg in die (vorsichtige!) Selbsttherapie ist dieses Buch sehr empfehlenswert.

Histamin – ein Problem des Immunsystems

Abgesehen davon, dass das Vermeiden nahezu unmöglich ist, entsteht Histamin auch im Gehirn und wird hier über einen Methylierungsprozess abgebaut, der sich nicht mit der DAO beeinflussen lässt, weil die DAO das Gehirn gar nicht erreichen kann. 

Nach Beobachtung der beiden Mediziner haben viele Patienten mit der Diagnose “Histamin-Intoleranz” fast immer mehr als eine chronische Erkrankung. Typischerweise sind es Entzündungsprozesse des Darms oder der Schilddrüse, die zu einer starken Aktivierung des TH 2-Systems, des erworbenen Immunsystems führen. Es handelt sich also um ein systemisches Problem und um stille, als silent inflammation bekannte, Entzündungsprozesse im Körper.

Probleme mit Histamin können auch über die damit verbundenen hormonellen, die endokrinen Systeme, entstehen. So übernehmen die Mastzellen auch Aufgaben der Schilddrüse, wenn diese den Anforderungen nicht mehr gewachsen ist. Aber auch Stress oder Hochsensibilität triggern die Mastzellen ebenso wie Schwermetallbelastungen