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Achtsamkeit und Meditation aus neurowissenschaftlicher Sicht

In den Augenblick eintauchen und alles Denken ruhen zu lassen, das ist das Ziel jeder Meditation, wären da nicht die vielen plötzlich auftauchenden Gedanken des Default Mode Netzwerks im Gehirn, das immer dann aktiv wird, wenn es nicht auf eine bestimmte Aktivität fokussiert ist. Während man sich in einem Moment noch auf die Atmung konzentriert, wandern im nächsten Moment die Gedanken zu all den zu erledigenden Dingen. Man wird dessen gewahr und lenkt den Fokus wieder auf den Atem bis sich bald wieder der unruhige Geist bemerkbar macht.

Bei erfahrenen Meditierenden werden während der Meditation diese Ego-bezogenen Gehirnareale stillgelegt und die Amygdala als emotionales Alarmzentrum wird beruhigt. Gehirnbereiche, die für die emotionale Selbstkontrolle zuständig sind, werden hingegen stärker aktiviert. In der Folge werden Empathie, Mitgefühl, Verbundenheit und Entspannung gefördert.

Meditation: Der Weg ist das Ziel

Es gibt eine Struktur in unserem Gehirn, die sich Default Mode Netzwerk nennt, das sog. Ruhezustandsnetzwerk. Der Begriff führt in die Irre, denn in der Zeit, in der das Gehirn seinen Fokus nicht auf eine bestimmte Aktivität lenkt, wird dieses Netzwerk aktiv. Und es ist von nichts weniger gekennzeichnet als von Ruhe. Das DMN beschäftigt sich gerne mit der Meinung Anderer über uns, am Liebsten mit allem, was uns in Vergangenheit, Gegenwart oder einer unsicheren Zukunft ängstigt oder gefährden könnte. Das kognitive Denken des Präfrontalen Cortex (= Chef des Gehirns) wird dadurch beeinträchtigt, aber eben auch die Ruhephasen, in denen wir uns der Meditation hingeben wollen.

Diese Selbstbezogenheit kreist immer um das Ego. Bei erfahrenen Meditierenden werden während der Meditation diese Ego-bezogenen Teile von Gehirnnetzwerken stillgelegt und die Amygdala als emotionales Alarmzentrum wird beruhigt. Gehirnbereiche, die für die emotionale Selbstkontrolle zuständig sind, werden hingegen stärker aktiviert. In der Folge werden Empathie, Mitgefühl, Verbundenheit und Entspannung gefördert.
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Achtsamkeit und Meditation verändern das Gehirn

Meditation und Achtsamkeit, wie sie der Buddhismus lehrt, sind in unserer reizüberladenen Welt ein Ansatz, zumindest zeitweise die Kontrolle über Gedanken und Gefühle zu bekommen. Neurowissenschaftler forschen seit den 80er Jahren inwiefern uns die Neuroplastizität nutzen kann: die Fähigkeit des Gehirns, sich durch neue Erfahrungen und Lernprozesse strukturell zu verändern, indem es neue synaptische Verbindungen zwischen den Nervenzellen herstellt.

James Kingsland stellt die Verbindung her zwischen Buddhas Lebenslauf bzw. seiner Lehre und den neurowissenschaftlichen Erkenntnissen. Er beschreibt die strukturellen Veränderungen im Gehirn, die mit Meditation einhergehen ebenso wie die darauf basierenden körperlichen Veränderungen. Weiterlesen

Zirbeldrüse und Gehirnentwicklung

Als Empfänger außersinnlicher Wahrnehmungen wurde schon in alten Kulturen die Zirbeldrüse gesehen, eine kleine aus kristallinen Strukturen bestehende Drüse tief im Gehirn. Ziel war es meist, Heilung im Sinne eines Ganz- und Heil-Werdens zu erreichen.

Die Epiphyse oder Zirbeldrüse wurde damals und wird heute wieder als Möglichkeit der Erweiterung des Bewusstseins über die Begrenzungen der Materie hinaus genutzt.

Von Einstein bis hin zu Philosophen und Quantenphysikern beschreiben viele von ihnen ihre Entdeckungen über den Zugang zu einer Welt jenseits unseres materiellen Käfigs.

Sie gehen davon aus, dass auch das Universum ein Bewusstsein besitzt, das nur unter Umgehung bzw. Stilllegung bestimmter Teile unseres Gehirns zugänglich wird. Auch zahlreiche Gehirnforscher beschäftigen sich mittlerweile mit den erstaunlichen Wirkungen, die sich beispielsweise mit Meditation über die Zirbeldrüse erzielen lassen.
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Yoga: Herzöffnung statt Selbstoptimierung

Im Westen wird der Yoga vor allem mit seinen körperlichen Aspekten über die Asanas praktiziert. Nicht wenige der angehenden Yogis und Yoginis haben dabei ihre Mühe mit den „Herz öffnenden“ Asanas, denn diese wirken nicht nur auf der körperlichen Ebene, sondern sprechen die spirituellen und energetischen Aspekte an. „Wir erkennen dann, dass wir nicht einen Körper haben, sondern dass wir dieser Körper sind.“

Die Quellen des Yoga-Sutra beschreiben als Ziel der Yoga-Praxis eine nachhaltige Ruhe und Klarheit des Geistes. Die Essenz des Yoga aber ist die Verbundenheit aller Wesen wie auch die Neurowissenschaften die Relevanz des Gehirns als soziales Organ nachweisen.
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Weniger Stress durch Selbststeuerung

Wer dauerhaft das Gefühl hat, fremdgesteuert zu sein, überzieht seine Möglichkeiten der Selbststeuerung und erschöpft damit sein Selbst. Dies führt zu einer zeitweisen Abschaltung des präfronalen Kortex. Dann schlägt die Stunde des vom Reptilienhirn gesteuerten Belohnungssystems. Der Wunsch nach umgehender Befriedigung des Bedürfnisses nach Entspannung führt dann zum ungesunden schnellen Genuss, z.B. Fernsehen, dem Konsum digitaler Medien, Fast Food oder Süßigkeiten. In der Folge verschärft sich die Erschöpfung des Ichs.

Der bessere Weg, den Stress zu reduzieren wären Bewegung, YogaMeditation oder Achtsamkeitsübungen. Diese Techniken unterstützen die Entwicklung eines selbstgesteuerten Verhaltens und erhöhen die Widerstandsfähigkeit gegen Stressoren.
Selbststeuerung bedeutet also, nicht immer das Naheliegende und Bequeme zu tun, sondern ggf. auch kurzfristig auf etwas zu verzichten, um danach von einem Gewinn an Freiheit und Glück zu profitieren.
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Die Freiheit des Denkens

Neben bekannten Übungen, z.B. der Meditation der Herzensgüte, gibt es viel Neues zu entdecken, wenn Jack Kornfield erzählt. Er berichtet von großen und kleinen Begebenheiten und Begegnungen seines Lebens, es geht ihm um Vertrauen in das große Ganze, um die Verbundenheit mit allem Lebenden, unabhängig von den Schmerzen des Augenblicks.

„Niemand fällt aus dem Universum heraus“. Es waren weniger die in den Text eingebundenen und teilweise bekannten Übungen als vielmehr solche Sätze, die mich nachdenklich und froh gestimmt haben.
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